Konzept

Wir stützen uns als psychologische Grundlage in der Hauptsache auf die Individualpsychologie Alfred Adlers, die Bindungstheorie von John Bowlby und Mary Ainsworth, die heute sehr gut vertreten ist durch Prof. Karl Heinz Brisch, Salzburg, die kognitiv-emotionale Verhaltenstherapie und die Psychoedukation.

Einer der wichtigsten Pfeiler in unserer Arbeit ist das Gemeinschaftsgefühl.

“Für Alfred Adler ist ein gut ausgebildetes Gemeinschaftsgefühl das Resultat eines geglückten Erziehungsprozesses. Die Erfüllung der Lebensaufgaben (Gemeinschaft, Liebe und Arbeit, Anm. d. Verf.), die den Sinn des Lebens ausmachen, sind ihm zufolge nur in der Gemeinschaft möglich. Sein Gemeinschaftsgefühl umfasst das Zusammengehörigkeitsgefühl und das aktive Mitwirken in der Gemeinschaft zum allgemeinen, gemeinschaftsfördernden Nutzen.

Alfred Adler hat den Zusammenhang der menschlichen Natur und seiner psychischen Befindlichkeit in seiner Praxis erforscht und das “Gemeinschaftsgefühl” als zentralen Begriff in seiner Individualpsychologie verankert. Mit dem Zärtlichkeitsbedürfnis des Kindes hat Adler lange vor John Bowlby und Harry Stack Sullivan die lebenslange zwischenmenschliche Bedürftigkeit des Einzelnen herausgearbeitet. Moderne Säuglingsforschung, Motivationstheorien und klinische Forschung bestätigen dies ebenso wie das folgende Zitat: “Wir alle brauchen Anerkennung von Aussen. Wir messen unseren Erfolg an den Reaktionen anderer Menschen, und ohne das Gefühl, in der Gemeinschaft eine sinnvolle Aufgabe zu erfüllen, fehlt uns die Verankerung im mitmenschlichen Kreis. Unser Bedürfnis nach Anerkennung entspricht unserer Natur als Gemeinschaftswesen.” (Dieter Wartenweiler). Das Adlersche Konzept des Gemeinschaftsgefühls findet sich in den modernen Begriffen “Soziale Kompetenz” und “Emotionale Intelligenz” wieder.” Wikipedia, Das Gemeinschaftsgefühl Wikipedia, Das Gemeinschaftsgefühl

 

Im Zusammenhang mit dem oben genannten Erziehungsprozess liegt es nahe, den Fokus ebenfalls auf die frühkindlichen Bindungserfahrungen zu legen.

John Bowlby ist der Begründer der Bindungstheorie (Entwicklungspsychologie, theory of attachment, und Bindungsforschung, attachment research). Sie wurde bis heute durch viele Psychologen* und Psychiater* weiterentwickelt und so zu einer der bestuntersuchten Theorien und heute auch zu einer Therapieform (Karl Heinz Brisch, bindungsorientierte Therapie). Sie beleuchtet die erste Zeit eines Babys mit seinen Bezugspersonen und untersucht, ob und wie sich eine sichere Bindung aufbauen lässt. Weiterhin beleuchtet sie, was für Störungen im seelischen Haushalt entstehen können, wenn die Bindung zwischen Mutter/Bezugsperson und Kind nicht gelingt, bzw. nicht sicher genug ist, dass das Kind Selbstvertrauen und Eigenständigkeit entwickeln kann.

Diese theoretischen Grundlagen finden in allen Angeboten des Forums ihre Anwendung in der Praxis. Die Aktivitäten und Veranstaltungen bieten Interessierten die Möglichkeit, ihren Charakter, ihren psychologischen Lebensstil genau kennenzulernen und zu verstehen. Darauf aufbauend können sowohl das Gemeinschaftsgefühl wie auch die soziale Kompetenz und das Selbstwertgefühl verbessert werden. Damit ist man den Anforderungen im Berufs- wie im Privatleben besser gewachsen und hat mehr Freude im Leben.